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E-Learning im Unternehmen: 5 Trends für effektive Weiterbildung am Arbeitsplatz

By Rares Bratucu

Corporate E-Learning entwickelt sich weiter und Unternehmen müssen Schritt halten. Diese fünf Trends verändern das Lernen am Arbeitsplatz, indem sie es interaktiver, kompetenzorientierter und effektiver machen.

A woman sits on a couch surrounded by lush indoor plants, using her laptop to explore ways to make online courses more interactive.

E-Learning für Unternehmen entwickelt sich in einem rasenden Tempo. Unternehmen verzichten zunehmend auf traditionelle Schulungsmodelle wie lange Präsenzveranstaltungen und Einheitsschulungen und bevorzugen flexiblere, mitarbeitergesteuerte und datengestützten Lerneinheiten. 

Eine der wichtigsten Triebfedern dieses Wandels sind KI und Automatisierung. Da die Technik sich wiederholende Aufgaben übernimmt, müssen Mitarbeitende neue Fähigkeiten entwickeln, die die KI nicht ersetzen kann, wie z. B. kritisches Denken, Führungsqualitäten und Problemlösungskompetenzen. Dieser Wandel macht das Up-Skilling wichtiger denn je, und L&D-Teams müssen ihren Ansatz für Weiterbildung am Arbeitsplatz überdenken. 

In diesem Artikel werden wir auf fünf wichtige Trends eingehen, die die Zukunft des E-Learnings in Unternehmen prägen und zeigen, wie Unternehmen sie nutzen können, um die Weiterbildung am Arbeitsplatz zu verbessern. 

1. Mitarbeiter-generiertes Lernen: Schulungen von Mitarbeitenden für Mitarbeitende

Traditionelle Firmenschulungen wurden üblicherweise von L&D-Teams und externen Ausbilder*innen durchgeführt. Unternehmen wenden sich jedoch zunehmend dem Mitarbeiter-generierten Lernen (EGL, Employee-generated Learning) zu, bei dem Mitarbeitende Wissen generieren und mit ihren Kolleg*innen teilen, statt sich ausschließlich auf formale Schulungsprogramme zu verlassen. 

Warum findet dieser Wandel statt? 

L&D-Teams haben weder die Zeit noch die Ressourcen, um alle Kurse zu entwickeln, die Mitarbeitende benötigen. Mitarbeitende hingegen kennen ihre Aufgaben aus erster Hand und können relevantere, praxisorientierte Kurse für ihre Kolleg*innen entwickeln.

Wie Unternehmen von Mitarbeiter-generiertem Lernen profitieren

  • Schnellere Kursentwicklung: Mitarbeitende können sofort Wissen erstellen und weitergeben, statt darauf zu warten, dass L&D-Teams offizielle Kurse entwickeln.
  • Relevantere Schulungen: Kurse basieren auf realen Herausforderungen am Arbeitsplatz und sorgen für eine praxisnahe, effektive Lernerfahrung.
  • Mehr Motivation: Mitarbeitende sind eher bereit, an Schulungen teilzunehmen, die von Kolleg*innen entwickelt wurden.

Wie STADA seine Schulungen mit Mitarbeiter-generiertem Lernen skalieren konnte 

STADA, ein weltweit tätiges Unternehmen aus der Gesundheitsbranche, stand vor dem Problem, dass Schulungen nur unregelmäßig abgehalten wurden und Wissen oft verloren ging. Mitarbeitende verließen sich auf PowerPoint-Präsentationen, zusätzlich gab es kein System zur Erfassung und Skalierung von Wissen innerhalb der gesamten Organisation. 

Um dieses Problem zu lösen, führte STADA Easygenerator ein, wodurch es Mitarbeitenden möglich wurde, Schulungsinhalte selbst zu erstellen und mit anderen zu teilen. Seitdem haben Mitarbeitende über 1.700 Kurse entwickelt, die die Wissensaufnahme verbessern und Schulungen für Mitarbeitende in 45 Ländern zugänglich machen. 

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Mit maßgeschneiderten E-Learning-Plattformen für Unternehmen können Mitarbeitende nun auch ohne Erfahrung im Bereich Instruktionsdesign strukturierte und ansprechende Kurse erstellen. Das macht EGL zu einem skalierbaren und effektiven Schulungsmodell.

2. Von der Theorie zur Qualifikation: berufsbezogene Weiterbildung

Einer der größten E-Learning-Trends in Unternehmen ist die Verlagerung von theoretischem Lernen hin zu praktischem, berufsbezogenem Training. Mitarbeitende wollen nicht nur Konzepte lernen, sie brauchen berufsspezifische Kompetenzen, die ihnen helfen, bessere Leistungen zu erzielen. Dieser Wandel wird befeuert von:

  • Berufsrollen im Wandel: in vielen Branchen verändern sich Qualifikationsanforderungen schnell. Um Schritt halten zu können, müssen sich Mitarbeitende laufend weiterbilden.
  • Ergebnisorientierte Belegschaft:Mitarbeitende erwarten Schulungen, die sich in der Arbeitsleistung niederschlagen, nicht nur in theoretischem Wissen.
  • Herausforderung Fachkräftemangel: Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen, weil qualifiziertes Personal fehlt. Berufsbezogenes Lernen hilft, diese Lücke zu schließen, indem Mitarbeitende intern weitergebildet werden. 

Wie sich L&D-Teams anpassen 

L&D-Fachleute erstellen nicht mehr einfach nur Inhalte. Sie vermitteln heute Programme zur Kompetenzentwicklung. Anstatt monatelang Kurse zu entwerfen, geht es für sie um Folgendes:

  • Mitarbeitende dabei zu unterstützen, die richtigen Lernressourcen zu finden: ob durch Online-Kurse, von Kolleg*innen geleitete Schulungen oder praktische Erfahrungen.
  • Lernen am Arbeitsplatz fördern: praktisches Wissen anwenden, statt einfach nur die Theorie zu lernen.
  • Messen der Leistungsergebnisse: nachverfolgen, wie sich Schulungen auf den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden und die Geschäftsergebnisse auswirken.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Moderne E-Learning-Plattformen für Unternehmen unterstützen die Nachverfolgung von Kompetenzentwicklung, Mitarbeiterbewertungen und Zertifizierungsprogrammen, sodass sich L&D-Teams auf die Ergebnisse und nicht nur auf die Bereitstellung von Inhalten konzentrieren können.

3. Weiterqualifizierung von Mitarbeitenden: die Belegschaft zukunftssicher machen

Mit dem technologischen Fortschritt ändern sich berufliche Aufgaben schneller als je zuvor. Automatisierung und künstliche Intelligenz verändern ganze Branchen, machen einige Aufgaben überflüssig und schaffen gleichzeitig eine Nachfrage nach neuen Qualifikationen. Das bedeutet, dass sich Unternehmen nicht mehr auf traditionelle Schulungsmethoden verlassen können. Sie müssen in die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden investieren, um sie auf die Zukunft vorzubereiten. 

Für Teams im Bereich Learning & Development (L&D) ist dieser Wandel Herausforderung und Chance zugleich. Anstatt sich nur auf Schulungen im Rahmen des aktuellen Jobs zu konzentrieren, muss L&D Mitarbeitenden helfen, neue Kompetenzen zu entwickeln, damit sie in einem sich schnell verändernden Arbeitsumfeld wettbewerbsfähig bleiben. 

Warum Weiterbildung jetzt wichtig ist

Die Nachfrage nach Weiterbildung wird von mehreren Schlüsselfaktoren angetrieben:

  • KI und Automatisierung ersetzen sich wiederholende Tätigkeiten: Mitarbeitende brauchen neue Fähigkeiten, um in höhere Positionen aufzusteigen, die kritisches Denken, Kreativität und Problemlösungskompetenz erfordern.
  • Qualifikationsdefizite werden immer größer: Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, Mitarbeitende mit den richtigen Fachkenntnissen zu finden. Weiterbildung hilft, interne Nachwuchslücken zu schließen, anstatt externes Personal einzustellen.
  • Berufliche Aufgaben verändern sich schneller als je zuvor: Qualifikationen, die vor einigen Jahren noch wichtig waren, sind heute möglicherweise nicht mehr ausreichend. Unternehmen müssen Mitarbeitende kontinuierlich weiterbilden, um Schritt zu halten.

Auf welche Qualifikationen sollten sich Unternehmen konzentrieren?

Während technische Fähigkeiten wichtig sind, stehen in einer Welt, in der die KI Routineaufgaben automatisiert, Soft Skills und strategisches Denken an erster Stelle. Zu den wichtigsten Schulungsbereichen gehören:

  • Kritisches Denken und Problemlösungskompetenz: Eine KI kann Daten verarbeiten, aber es braucht Menschen, die sie analysieren, interpretieren und strategische Entscheidungen treffen.
  • Führungsqualitäten und Kommunikation: Da die KI sich wiederholende Aufgaben übernimmt, werden mehr Menschen in Management- und Entscheidungspositionen wechseln.
  • Kreativität und Innovation: Mitarbeitende müssen über den Tellerrand schauen, um Lösungen zu entwickeln, die eine KI nicht generieren kann.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Weiterbildung ist nicht mehr nur eine Option. Es ist für Unternehmen unerlässlich, immer am Puls der Zeit zu sein. Da KI Routineaufgaben automatisiert, müssen sich Mitarbeitende auf wichtige, strategische Kompetenzen konzentrieren, die das Unternehmenswachstum vorantreiben.

4. Microlearning: Schulungen, die in den modernen Arbeitsalltag passen

Mitarbeitende haben heute mehr zu tun denn je. Sie haben keine Zeit für lange Schulungen. Deshalb ist Microlearning (kurze, gezielte Lernmodule) zu einem der am schnellsten wachsenden E-Learning-Trends in Unternehmen geworden. 

Microlearning liefert überschaubare Lerninhalte, die sich auf ein einzelnes Konzept oder eine einzelne Kompetenz konzentrieren. Anstelle eines 60-minütigen Kurses haben es Lernende mit 5- bis 10-minütigen Lektionen zu tun, die sie schnell durcharbeiten und sofort anwenden können.

Warum Microlearning funktioniert

  • Verbesserte Wissensaufnahme: Studien zeigen, dass durch das Aufteilen von Informationen in kleine, leicht zu verarbeitende Einheiten neu Erlerntes besser in Erinnerung bleibt und besser abgerufen werden kann.
  • Mehr Motivation: Mitarbeitende bevorzugen kurze, zielgerichtete Schulungen gegenüber langen, textlastigen Kursen.
  • Passt in den Arbeitsalltag: Microlearning ermöglicht es Mitarbeitenden, im eigenen Tempo zu lernen, ohne ihre Arbeit zu unterbrechen.
  • Kontinuierliches Lernen wird gefördert: Anstatt einen langen Kurs zu absolvieren, können Mitarbeitende im Laufe der Zeit kleine Lektionen absolvieren, was wiederum langfristiges Lernen fördert.

Beliebte Microlearning-Formate

  • Schritt-für-Schritt-Anleitungen: einfache, strukturierte Komplettlösungen für Arbeitsaufgaben.
  • Interaktive Szenarien: entscheidungsbasiertes Lernen zur Anwendung von Kompetenzen in der Praxis.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

KI-gestützte E-Learning-Entwicklung für Unternehmen unterstützt personalisiertes Microlearning auf Grundlage von Arbeitsaufgaben und Qualifikationsdefiziten, wodurch Weiterbildung effektiver und zugänglicher wird.

5. Gamification im E-Learning: Schulungen ansprechend gestalten

Eine der größten Herausforderungen beim E-Learning in Unternehmen ist es, Mitarbeitende bei der Stange zu halten. Vielen Lernenden fällt es schwer, sich während traditioneller Schulungsprogramme zu konzentrieren, was zu niedrigen Abschlussquoten und einer schlechten Wissensaufnahme führt. 

Gamification ändert das. Durch den Einsatz spielerischer Elemente beim Lernen können Unternehmen Schulungen interaktiver, lohnender und motivierender gestalten, was zu mehr Motivation und besseren Lernergebnissen führt. 

Warum Gamification im Corporate E-Learning funktioniert

Gamification macht sich die menschliche Psyche zunutze. Wenn Mitarbeitende sofortiges Feedback sowie eine Herausforderung samt Belohnung erhalten, ist es wahrscheinlicher, dass sie motiviert bleiben und die Schulung abschließen.

Und aus diesem Grund ist Gamification so effektiv:

  • Erhöht die Motivation: Spielerische Elemente machen das Lernen spannender als das Lesen langer textbasierter Module.
  • Fördert die Teilnahmebereitschaft: Mitarbeitende haben Erfolgserlebnisse, wenn die Schulung Herausforderungen und Belohnungen beinhaltet.
  • Verbesserte Wissensaufnahme: Lernende erinnern sich besser an Inhalte, wenn Schulungen interaktiv und anschaulich sind.
  • Wettbewerbsgefühl: Rankings und Herausforderungen spornen Mitarbeitende an, sich weiterzuentwickeln.

Gängige Gamification-Elemente

  • Quiz: verbessert das Lernen mit Multiple-Choice-, Drag-and-drop- und Lückentextfragen.
  • Karten sortieren: hilft den Lernenden, Schlüsselbegriffe zu ordnen, um sie besser zu behalten.
  • Flip-Karten: ermöglichen interaktives Lernen mit Fragen auf der einen und Antworten auf der anderen Seite.
  • Hotspots auf Bildern: ermöglichen es Lernenden, auf Details einzugehen, indem sie auf verschiedene Bereiche eines Bildes klicken.
  • Nachverfolgung des Lernfortschritts und Badges: bescheren Mitarbeitenden Erfolgserlebnisse.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Firmeneigene E-Learning-Plattformen enthalten heute integrierte Gamification-Tools, um die Abschlussquoten zu erhöhen und die Lernergebnisse zu verbessern.

Easygenerator: die zukunftssichere E-Learning-Lösung für Unternehmen

All diese Trends prägen die Zukunft der betrieblichen Weiterbildung. Doch wie können Unternehmen sie effektiv umsetzen? 

Easygenerator bietet eine E-Learning-Komplettlösung für Unternehmen, die Folgendes möglich macht: 

  • Mitarbeiter-generiertes Lernen:Mitarbeitende können Lerninhalte auch ohne Kenntnisse im Instruktionsdesign erstellen.
  • Berufsbezogene Weiterbildung: Behalten Sie die Fähigkeiten von Mitarbeitenden im Blick und stellen Sie sicher, dass Schulungen jobrelevant sind.
  • Mitarbeitende für die Zukunft qualifizieren:Mitarbeitende dabei unterstützen, kritisches Denken, Führungsqualitäten und digitale Kompetenzen zu entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben, wenn KI und Automatisierung Arbeitsbereiche neu definieren.
  • Unterstützung von Microlearning: Erstellen Sie kurze, ansprechende Module, die in den vollen Terminkalender Ihrer Mitarbeitenden passen.
  • Gamification nutzen: Fügen Sie Quizfragen, interaktive Elemente und Nachverfolgungsfunktionen zum Lernfortschritt hinzu, um die Motivation zu erhöhen.

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Über den Autor

Rares ist Content Specialist bei Easygenerator. Er recherchiert zu und schreibt über die neuesten L&D-Trends und den E-Learning-Sektor. In seiner Freizeit beobachtet Rares gerne Flugzeuge und ist daher oft an Flughäfen unterwegs.

Der Einstieg ist ganz einfach
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